Brief an das Christkind – Eine Weihnachtsgeschichte
Guten Tag, lieber Leser.
Ich erzähle heute von einem Ereignis, das mir mit 12 Jahren widerfahren ist.
Seit diesem Ereignis macht mir Wintersport und Schnee keinen richtigen Spaß mehr …
Es war im Januar, noch waren ein paar Tage Ferien. Die Familie meines Freundes hatte in den Vogesen in einem Skigebiet einen Wohnwagen stehen. Es war ein Campingplatz für Skifahrer.
An dem Wochenende, als wir dorthin fuhren war eine Schneedecke von 1,5 Meter vorhanden, das heißt, man konnte parkende Autos nicht mehr unter dem Schnee erkennen, nur noch eine leichte Wölbung lies vermuten, dass da etwas auf dem Gehweg stehen musste (welcher natürlich nicht begehbar war) Alles in Allem ein großartiges Spektakel, aber auch eine eisige Kälte und einiges an Mühe, die paar freigeräumten Wege auch zu erkennen. Der Schnee war so hoch!
Ich erinnere mich daran, dass wir eine Stelle gefunden hatten, bei der der Schnee seltsamerweise nur 50 cm hoch war und man gerade so durchwaten konnte. Aber weit gefehlt. Als mein Freund dann auf einmal mit einem leichten Schrei im Tiefschnee verschwunden war, stellte sich heraus, das wir auf einer hohen Mauer spaziert waren, dei dann irgendwann geendet hatte ….
Ja so war das … Und dann, neben dem für mich recht stressig empfundenen Skifahren, sahen wir in der Nähe des Wohnwagens einen riesigen Berg von aufgeschüttetem Schnee, der von den Wegen geräumt war. Wir dachten, “hey, bauen wir uns eine Schneehöhle..”
Gesagt, getan: Wir gingen nach dem Frühstück zu der Stelle und begannen in Bodennähe den Schnee abzutragen, zu zweit. Wir haben uns richtig ins Zeig gelegt, das war eine richtig große Menge an Schnee. Nach einigen Stunden hatten wir gut 2 Meter weit in den Berg gegraben und konnten schon fast im Zentrum unserer Höhle sitzen. Wir waren stolz und wollten gerade anfangen, noch tiefer zu graben, dann geschah es …
Es ging recht schnell und leise. Von einem Moment war es stockdunkel und wir spürten eine große Masse auf uns liegen. Die Höhle ist von einem Moment auf den anderen komplett eingestürzt. Mein Freund lag sehr unglücklich auf dem Rücken, hatte die ganze Last auf Bauch und Gesicht und konnte sich nicht mehr regen. Er sagte dauernd “Wir werden sterben, wir ersticken!” Ich sagte gar nichts, glücklicherweise lag ich auf dem Bauch und konnte mich ein wenig zusammenkugeln, so dass ich ein wenig Luft bekam und die Last nicht so sehr drückte.
Nein – ersticken wollte ich hier drin auf keinen Fall, doch was tun? Rufen schied aus, dafür war zu viel Schnee um uns herum und wir konnten uns selbst kaum hören … Der Berg war wirklich sehr hoch gewesen in meiner Erinnerung. Aber ich sah das alles nicht ein. Ich beruhigte meinen Freund und sagte ihm, dass ich uns jetzt einfach rausbuddeln werde. Er wollte mich davon abhalten, es sei zwecklos. Aber ich fing an langsam meine Hand nach oben in den Schnee zu stecken und von dort Schnee nach unten zu befördern. Mit jedem Stück, das ich nach unten abtrug, richtete ich mich mehr auf, weil oben Platz entstand. Glücklicherweise kam nicht viel Schnee von oben nach, so dass ich immer mehr Platz bekam. Irgendwann nach gefühlten 5 Minuten, merkte ich, dass meine Hand in der Luft war, und ich bekam auch frische Luft in die Lunge.
Es war geschafft. Ich rief meinem Freund zu, dass ich draußen bin und ihn ausbuddele. Naja, der Rest lässt sich schnell erzählen. Eine halbe Stunde weitergraben, bis wirklich der Weg für uns beide frei war. Und dann erstmal den Schock verdaut. Eins kann ich sagen: In solchen Situationen kann man weit über sich hinaus wachsen und Kräfte entdecken, die sonst nie zum Vorschein kommen. Wintersport ist für mich immer noch nichts sonderlich schönes. Ich mag viel Schnee nicht, er ist mühselig, kalt und irgendwie unangenehm.
Mit den besten Grüßen, der Autor
Ich möchte hier mit diesen Zeilen einen Bekanten huldigen, der mir in einem Chat spontan beschrieb, wie man vorgehen soll, wenn einen dunkle Gefühle beschleichen, die das Leben drückend machen …
Danke sehr Marco!
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Marco Krippeler, Schriftsteller
Hallo und willkommen auf meinem Blog.
Ich werde von Zeit zu Zeit hier Dinge veröffentlichen, die ich für das Leben allgemein in allen Bereichen als sehr nützlich, interessant und umsetzbar halte. Bzw. diese auch bereits umsetze.
Ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe gerade in den letzten Jahren/ Monaten – nachdem ich beschlossen habe, nur noch “selbständig zu arbeiten” – mit Hilfe des Internets oder durch Bücher, Vorträge, Filme und Seminare viele Dinge entdeckt, die mein Denken sehr geändert haben.
Im Bereich Körper und Bewegung geschah dies bereits vor 7 Jahren, als ich meinen – jetzt ehemaligen – Mentor F.D. kennenlernte. Darüber wird es noch einiges zu erzählen geben.
Vor etwa 18 Monaten hat mich dann letztlich die Lektüre eines Büchleins von R.T. Kiyosaki quasi aus den Angeln gehoben, als es um das Thema “Geld” ging. Ein Thema, das für viel zu viele Menschen ein viel zu angstbezogenes und oftmals beziehungsvernichtendes Thema ist, über das meiner Erfahrung nach die allerwenigste Aufklärung besonders in Deutschland zu finden ist. Zu diesem Thema habe ich einen separaten Blog und eine Community errichtet, die ich bekanntgebe, sobald ich alle Daten entsprechend reingesetzt habe, die ich bisher sammelte.
Meine heutige Empfehlung, die ich mal pauschal ausspreche:
Sollte jemand noch nicht bei “wer-kennt-wen” angemeldet sein und sich über das Wiederfinden aller möglichen Bekannten aus frühester Kindheit freuen würde, der sollte das jetzt tun
–> http://www.wer-kennt-wen.de
So viel für heute,
mit freundlichem Gruß, Stefan Heisel